WAS IST EIGENTLICH ZUCKER?

Zucker gehört zu der Gruppe der Kohlenhydrate. Kohlenhydrate sind Makro-Nährstoffe, die neben Fett und Eiweiß in jedem pflanzlichen oder tierischen Lebensmittel zu finden sind. Sie bestehen aus mindestens ein oder mehreren Zuckermolekülen, was allerdings nicht bedeutet, dass alle Kohlenhydrate ebenfalls süß schmecken. Zucker ist nicht nur in süßen Lebensmitteln wie Obst oder Süßigkeiten enthalten, sondern auch in kohlenhydratreichen Lebensmitteln wie Brot, Nudeln oder Kartoffeln.

Die Anzahl der Zuckermoleküle und die chemische Struktur bestimmen die Zuckerart. Monosaccharide (Einfachzucker) bestehen aus einem, Disaccharide (Zweifachzucker) aus zwei und Polysaccharide (Mehrfachzucker) aus mehreren Zuckermolekülen. Ein Monosaccharid ist Glukose, welches auch als Traubenzucker bekannt ist und meistens in Früchten oder als Bestandteil von Di- und Polysacchariden vorkommt. Des Weiteren gehören Fruktose, welches auch Fruchtzucker genannt wird und hauptsächlich in Obst und Honig vorkommt, Galaktose, ein Bestandteil von dem Disaccharid Laktose, und Ribose, ein Baustein der menschlichen DNA oder RNA, zu den Einfachzuckern. An erster Stelle bei den Disacchariden steht Saccharose, sowie Maltose und Laktose. Unter Saccharose versteht man den typischen Haushaltszucker, der zum Süßen von verschiedensten Lebensmitteln genutzt wird. Maltose ist Malzzucker und entsteht als Zwischenprodukt bei der Herstellung von alkoholischen Getränken. Der in der Milch und Milchprodukten enthaltene Milchzucker ist die Laktose. Zu den wichtigsten Polysacchariden gehört Stärke, die in jeder Getreideart vorkommt, und Cellulose, ein für die Verdauung unentbehrlicher Ballaststoff.

 

Stärke, Ribose und Cellulose ordnen sich nur rein chemisch dem Zucker zu, da sie zu den oben genannten Kohlenhydraten gehören, die keinen süßen Geschmack besitzen.