wie genau wirkt zucker auf den körper?

Da Kohlenhydrate, neben Fett und Eiweiß, die wichtigsten Energiequellen sind, kann man annehmen, dass auch Zucker einen wertvollen Bestandteil unserer Energieversorgung ausmacht. Nichtsdestotrotz kommt es darauf an, wie der Zucker aufgebaut ist und ob er noch andere Nährstoffe wie Vitamine, Ballaststoffe, Mineralien oder Enzyme mit sich liefert.

 

Damit Zucker ins Blut aufgenommen und von unserem Körper genutzt werden kann, muss er zuvor in das kleinstmögliche Zuckermolekül wie zum Beispiel Glukose, ein Monosaccharid, gespalten werden. Dies geschieht im Prozess der Verdauung. Enzyme im Mundspeichel und im Dünndarm haben die Aufgabe Kohlenhydrate zu spalten, um der Darmschleimhaut des Dünndarms, die nur Monosaccharide aufnehmen kann, die Resorption der Zuckermoleküle ins Blut zu ermöglichen. Im Blut angekommen finden sich die Einfachzuckermoleküle zuerst in der Leber ein, wo Fruktose und Galaktose in Glukose umgewandelt werden. Von dort aus wird die Glukose entweder umgehend als Energieträger zu bestimmten Körperzellen transportiert oder in Form von Glykogen als Energiespeicher in der Leber oder in den Muskeln aufbewahrt.


Die Konzentration von im Blut enthaltener Glukose bestimmt den Blutzuckerspiegel. Dieser ist lebenswichtig um das Gehirn, rote Blutzellen und andere Körperzellen mit Energie zu versorgen. Reguliert wird der Blutzucker durch die Hormone Insulin und größtenteils Glukagon. Insulin wird von der Bauchspeicheldrüse abgegeben und soll bei einem zu hohen Blutzuckerspiegel die Glukose zu den Zellen des Bedarfs liefern und so die Zuckerkonzentration im Blut senken. Weiterhin fördert Insulin die Bildung des Glückshormons Serotonin, wodurch das bekannte Glücksgefühl entstehen kann, nachdem man zuckerhaltige Lebensmittel wie zum Beispiel Schokolade zu sich genommen hat. Wenn hingegen der Blutzuckerspiegel zu niedrig ist, wird die Leber durch das Hormon Glukagon dazu aufgefordert, aus Eiweißen oder Glykogen Glukose zu produzieren und sie ins Blut abzugeben. So steigt die Konzentration der Zuckermoleküle im Blut wieder auf einen Normalwert.